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| Commerzbank: 'Silber ist eine attraktive Alternative zu Gold' |
News vom: 24.06.2010 |
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| Während die Nachfrage nach Gold von einem Höhepunkt zum nächsten klettert, läuft der ‚kleine Bruder’ Silber zumeist eher im Hintergrund nebenher. |
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Dabei hat das Edelmetall noch Luft nach oben und sei eine „preiswerte und attraktive Alternative zu Gold“, wie die Analysten der Commerzbank in einer aktuellen Analyse schreiben.
Rückenwind gebe es dabei von mehreren Seiten: Zum einen würden Investoren das Edelmetall zunehmend für sich entdecken, was den Preis in die Höhe treibe. Hinzu komme eine erwartete Erholung der industriellen Einkäufe. Die Commerzbank-Experte prognostizieren den Preis für eine Feinunze Silber auf 20 US-Dollar bis zum Jahresende, mit Potenzial bis zu 23 Dollar in der Spitze im nächsten Jahr.
Preisentwicklung bleibt hinter Gold zurück
Obwohl der Preis für Silber aktuell bei rund 19,50 Dollar notiert und damit rund 15 Prozent höher als zu Jahresbeginn, lässt sich weiteres Aufholpotenzial erkennen, wie Eugen Weinberg, Senior Commodity Analyst bei der Commerzbank schreibt. So gelte Silber wegen der ihm zugeschrieben wertstabilisierenden Eigenschaften ähnlich wie Gold als „sicherer Hafen“, allerdings sei dessen Preisentwicklung zuletzt hinter der von Gold zurückgeblieben. Es sei davon auszugehen, dass „der Silberpreis im Fahrwasser von Gold noch zulegen sollte“, schreibt Weinberg. Im Vergleich zu Gold sei Silber in jedem Fall noch immer als günstig einzustufen.
Überproportionaler Kursverlauf gegenüber Gold
In der Vergangenheit sei es oft so gewesen, dass der Silberpreis den Kursverlauf von Gold überproportional nachvollzogen habe. Allerdings wurde dieser Trend dadurch ‚gestört’, dass Industriemetalle in den letzten Wochen im Zuge des Einbruchs der Gesamtwirtschaft deutlich Federn lassen mussten – was auf Silber abfärbte, da dies einen industriellen Charakter hat, da es hauptsächlich in industriellen Anwendungen zum Einsatz kommt, sowie in Fotographie und Silberwaren. Vor dem Hintergrund, dass sie eine Erholung der Gesamtwirtschaft erwarten, rechnen die Commerzbank-Experten damit, dass die industrielle Nachfrage für Silber in der Konsequenz ebenfalls wieder anziehen sollte.
Alternative Energien versprechen Potenzial
„Vor allem Zukunftstechnologien im Bereich der alternativen Energien, in der Telekommunikationsindustrie und bei Batterien dürften dabei eine große Rolle spielen“, meint Analyst Weinberg. Aufgrund seiner guten Wärmeleitfähigkeit sei Silber ein wichtiger Bestandteil von Solarpaneelen. Zudem würden Wasserreinigungsanlagen zunehmend auf Silber zurückgreifen, in denen dadurch die traditionell verwendeten Chemikalien wie beispielweise Chlor oder Brom ersetzt werden. Ein weiterer Punkt, der für das Edelmetall spreche ist zudem, dass Silber-Zink-Batterien im Vergleich zu den bisher benutzten Lithium-Ionen-Batterien bis zu 40 Prozent leistungsfähiger und zudem zu 95 Prozent wieder verwendbar sind, so Weinberg.
China sorgt für steigende Nachfrage
Vor allem die Chinesen erweisen sich in großem Stil als zuverlässige Abnehmer von Silber – wie auch von Industriemetallen generell, wobei auch im eigenen Land produziert wird: Mit rund 90 Millionen Unzen ist das Reich in der Mitte immerhin der drittgrößte Silberproduzent weltweit, allerdings liegt der lokale Verbrauch mittlerweile deutlich höher, als das verfügbare Angebot. Dies hatte bis vor ein paar Jahren noch anders ausgesehen, weswegen die chinesische Regierung Importrestriktionen einführte, die erst 2007 aufgehoben wurden.
Investoren finden Silber zunehmend en vogue
In der Schmuckindustrie spielt Silber – im Vergleich zu Gold – hingegen nur eine untergeordnete Rolle, wie das World Silver Institute konstatiert. Demnach stellt das Edelmetall gerade einmal 17 Prozent der gesamten Schmucknachfrage – Tendenz rückläufig. Aus diesem Bereich ist folglich nicht mir größerem Aufwind zu rechnen, wie die Commerzbank-Experten anmerken.
Anders liegt der Fall im Hinblick auf Investoren, die Silber zunehmend für sich entdecken. Allein im Jahr 2008 hatte sich die Nachfrage bereits mehr als verdoppelt. Einen noch deutlicheren Sprung nach oben gab es im letzten Jahr, in dem sie Nachfrage von 48 Millionen Unzen auf rund 137 Millionen Unzen kletterte – ein Trend, der sich in diesem Jahr fortsetzen dürfte, so die Commerzbank-Experten, wobei unter anderem Silber-ETFS für Kursfantasie sorgen.
Auch ‚Spekulative’ geben Rückenwind
„Auch die spekulativ orientierten Finanzinvestoren zeigen sich nach wie vor relativ optimistisch und tragen ebenfalls zum Preisanstieg von Silber bei“, schreibt Weinberg. So würden die Netto-Long-Positionen mit rund 32.000 Kontrakten aktuell auf einem 4-Wochenhoch liegen, wobei sie zu Jahresbeginn in der Spitze aber schon einmal knapp 40.000 betragen hatten. „Ein erneuter Ausbau der Positionen sollte den Silberpreis daher weiter unterstützen“, so Weinberg.
Fazit:
Das Fazit der Commerzbank-Analysten leist sich wie folgt: „Die von uns erwartete Erholung der industriellen Nachfrage und die anhaltend hohe Investmentnachfrage dürften dem Silberpreis weiteren Auftrieb verleihen. Daneben ist Silber im Vergleich zu Gold nach wie vor als günstig einzustufen, wie das aktuelle Gold-Silber-Verhältnis zeigt, so dass für Silber Aufholpotenzial besteht. Wir gehen daher von einem Anstieg des Silberpreises auf 20 US-Dollar je Feinunze zum Jahresende aus und erwarten im nächsten Jahr eine Fortsetzung des Aufwärtstrends auf bis zu 23 US-Dollar je Feinunze. Silber stellt somit eine preiswerte attraktive Alternative zu Gold dar.“ (ir)
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| Quelle: www.fondsprofessionell.de, 24.06.2010 |
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Quelle: Quartal Flife AG
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