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| AWD: Staatsanwalt ermittelt gegen Maschmeyer und weitere Führungskräfte |
News vom: 07.12.2007 |
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| Nach der Übernahme-Offerte des Züricher Lebensversicherers Swiss Life (FONDS professionell berichtete) für den Allgemeinen Wirtschaftsdienst (AWD) sieht offenbar auch der Vorstandsvorsitzende Carsten Maschmeyer Klärungsbedarf für das umstrittene Etikett der Unabhängigkeit des Finanzdienstleisters. |
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Das geht aus einer Meldung des Wirtschaftsmagazins ,Capital’ hervor. In einem internen Brief an seine Führungskräfte und Finanzberater, der der Online-Ausgabe von ,Capital’ vorliegt, schreibt Maschmeyer: „Heute schlagen wir gemeinsam das Kapitel Moderne Unabhängigkeit auf.“ Dazu erklärt er: „Das bedeutet auf der einen Seite Kundenorientierung, Mitarbeiterfreundlichkeit und auf der anderen Seite IT- und Datenstärke eines großen Vorsorgespezialisten sowie das Know How eines Herstellers von Best-of-Produkten.“
Kritiker zweifeln an dem Ziel Maschmeyers, weltgrößter unabhängiger Finanzdienstleister zu werden. Gegenüber ,Capital’ zeigten sich Vertriebsmanager auch skeptisch, dass es Swiss Life gelingen werde, den Marktanteil in Deutschland zügig auszubauen. Swiss-Life-Chef Rolf Dörig hatte bekannt gegeben, dass der Versicherer - auch mit der durch den AWD vergrößerten Vertriebskraft - in Deutschland unter die Top Ten der Lebensversicherer gelangen wolle. Laut Capital belegt Swiss Life hierzulande derzeit Platz 19.
Die Wachstumsambitionen von AWD werden zudem durch einen Schlagabtausch mit dem neuen Konkurrenten Formaxx gebremst, zu dem zahlreiche der AWD-Finanzvermittler abwandern. Wie ,Capital’ in seiner aktuellen Ausgabe 26/2007 berichtet, laufen derzeit Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Hannover gegen die Spitze des Hannoveraner Finanzdienstleisters: „Wir ermitteln gegen den AWD-Vorstandschef Carsten Maschmeyer, Götz Wenker und andere Personen wegen Hausfriedensbruchs und Abhörvorwürfen“, erklärte dazu Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Man habe begonnen, Zeugen und Beschuldigte zu verhören.
Die Strafanzeige des einstigen Managers des Unternehmens, Jörg Jacob, wirft den beiden Beschuldigten und sieben Detektiven vor, Peilsender unter seinem Auto angebracht zu haben, eine Kamera in der Nähe seiner Haustür und eine Abhöranlage an seinem Fenster installiert zu haben. Jacob hatte darauf nach eigenen Angaben fristlos gekündigt und war seitdem für die Schulungs-Initiative „Qualität formt Zukunft“ angetreten. Dem AWD ist nach dessen Angaben keine Anzeige bekannt. Solche Vorwürfe, erklärte AWD-Sprecher Béla Anda außerdem, „könnten gegen jede beliebige Person in Umlauf gebracht werden“.
Auf der anderen Seite liegt dem Kölner Wirtschaftsmagazin eine eidesstattliche Erklärung des früheren Formaxx-Mitgründers Randolf Niessner vor, wonach Jacob bereits AWD-Führungskräfte abgeworben hatte, als er noch für AWD tätig war. In einer entsprechenden Klage gegen Jacob setzt der AWD einen Streitwert von 2,8 Millionen Euro an. Jacobs Anwalt tritt den Vorwürfen entgegen und argumentiert, sein Klient habe höchstens „vorsorgliche Handlungen“ während seiner aktiven AWD-Zeit unternommen. (hh) |
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| Quelle: www.fondsprofessionell.de, 07.12.2007 |
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Quelle: Quartal Flife AG
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