| Geschlossene Fonds |
| Risikobetrachtung, Risikoprüfung und Risikohinweise |
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Risikobetrachtung und Risikoprüfung allgemein |
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Geschlossene Fondsbeteiligungen beinhalten - wie jede andere Vermögensanlage auch - neben entsprechend Chancen auch Risiken. Deshalb kommt der Information und Kenntnis über die jeweiligen Eigenschaften, Chancen und Risiken eines Investments in diesem Marktsegment eine entscheidende Bedeutung zu. |
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Jeder Investor muss sich über die Risiken seiner ausgewählten unternehmerischen geschlossenen Fondsbeteiligung im Klaren sein und sorgfältig prüfen, inwieweit seine persönliche Risikobereitschaft mit dem Risiko der ausgewählten Fondsbeteiligung im Einklang steht.. |
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Hierzu müssen die im jeweiligen Angebots-Prospekt aufgeführten ausführlichen Informationen und Hinweise zu den Chancen und Risiken der jeweiligen Beteiligung sorgfältig studiert werden und die Basis jeder Entscheidung bilden !
Generell gilt:
keine Vermögensanlage ist ohne Risiko
mit zunehmender Renditeerwartung steigt auch das Risiko
Das bedeutet:
Wer hohe Renditen anstrebt bzw. erwartet, muß sich darüber im Klaren sein, dass mit dem Investment auch entsprechend hohe Risiken verbunden sind.
Für geschlossene Fondsbeteiligungen gilt somit:
Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nie ausgeschlossen werden, es sei denn, es existieren werthaltige Garantien oder Sicherheiten bezüglich eines Kapitalerhaltes. |
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Risiko - Rendite - Raster | |
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Den Zusammenhang zwischen Renditeerwartung und Risiko, bezogen auf entsprechende Vermögensanlagen/ Fondstypen, soll beispielhaft und vereinfacht nachfolgende Grafik verdeutlichen. |
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Allgemeine Überprüfung von Chancen und Risiken |
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Mit der Beantwortung nachfolgender Fragen hat der interessierte Investor eine erste Möglichkeit zur allgemeinen Überprüfung und Einschätzung der Chancen und Risiken eines Investments im Bereich geschlossener Fondsbeteiligungen. |
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- Ist der Investitionsgegenstand konkret definiert ?
- Sind die Gesamtinvestitionskosten im Detail festgelegt ?
- Wie hoch ist der Eigenkapitalanteil an den Gesamtinvestitionskosten ?
- Gibt es Risiken bezüglich einer im Fonds enthaltenen Fremdfinanzierung ?
- Sind die Kalkulationsgrundlagen in der Prognoserechnung plausibel, nachvollziehbar sowie realistisch ?
- Welche Risiken enthält das steuerliche Konzept ?
- Welches Know-How und welche Erfahrungen besitzt der Initiator/ Anbieter - existiert eine testierte, aussagefähige Leistungsbilanz ?
- Gibt es Garantien oder sonstige Sicherheiten, z.B. in Form einer Platzierungsgarantie, Mietgarantie, des Kapitalerhalts usw. ?
- Wie stellt sich die persönliche Haftung des Anlegers dar ?
- Ist die Beteiligung bzw. der Fondsanteil veräußerbar ?
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Erläuterungen |
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| 1. |
Ist der Investitionsgegenstand konkret definiert ? |
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Der Investitionsgegenstand kann je nach Fondstyp exakt oder auch nur annähernd beschrieben oder definiert sein. Je exakter die Beschreibung der Investition möglich ist, desto genauer lassen sich i.d.R. auch Investitionskosten und in der späteren Betriebsphase die Einnahmen- und Ausgabensituation prognostizieren. Bei Angeboten, die noch keine Aussage über Art und Umfang des Investments treffen können, muss der Investor ausschließlich auf die Seriosität, Erfahrung und Kompetenz des Produktanbieters vertrauen. |
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| 2. |
Sind die Gesamtinvestitionskosten im Detail festgelegt ? |
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In der Regel sind in den Prospekten Investitions- und Finanzierungspläne enthalten. Im Investitionsplan sind detailliert die einzelnen Kostenstrukturen und Honorarpositionen aufgelistet. Wichtig ist insbesondere, dass die Investition in der Gesamtsumme durch eine entsprechende Höchstkostengarantie begrenzt ist. Ist dies nicht der Fall, besteht die Gefahr, dass die Investition nicht wie geplant durchgeführt werden kann. Ferner sollte der Investor darauf achten, daß die sogenannten Nebenkosten (weichen Kosten) in einem angemessenen Verhältnis zu den Gesamtinvestitionskosten stehen. |
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| 3. |
Wie hoch ist der Eigenkapitalanteil an den Gesamt-Investitionskosten ? |
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Der Finanzierungsplan definiert, in welchem Umfang Eigenkapital der Anleger und daneben Fremdmittel von Finanzierungsinstituten benötigt werden, um die Investition durchzuführen. Grundsätzlich gilt: Je höher der Eigenkapitalanteil in einem Fonds, um so sicherer ist die Finanzierungsstruktur. |
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| 4. |
Gibt es Risiken bezüglich einer im Fonds enthaltenen Fremd-Finanzierung ? |
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Sind die Konditionen der Fremdfinanzierung fest vereinbart und wenn ja wie lange? Nur für diesen Zeitraum sind die Ausgaben für Zinsen und Tilgung exakt kalkuliert. Mit Auslaufen der jeweiligen Zinsbindungsperiode entstehen sogenannte Zinsänderungsrisiken. Die Konditionen der dann erforderlichen Anschlussfinanzierung können nur geschätzt werden. Der Investor muss darauf achten, dass hier mit entsprechend realistischen, marktüblichen Werten gerechnet wird.
In vielen Fällen erfolgt die Kreditaufnahmen nicht ausschließlich in Euro sondern auch in Fremdwährungen wie US-$, Yen oder in Schweizer Franken. Da dann auch Zinsen und Tilgung in der jeweiligen Fremdwährung und somit zum Teil anders als die Einnahmen des Fonds zu zahlen sind, muß das damit verbundene Wechselkursrisiko beachtet werden. |
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| 5. |
Sind die Kalkulationsgrundlagen in der Prognose-Rechnung plausibel, nachvollziehbar sowie realistisch ? |
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Der wirtschaftliche Erfolg einer Fondsbeteiligung setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Jeder Fondstyp hat diesbezüglich unterschiedliche wirtschaftliche Merkmale (siehe im jeweiligen Beteiligungsbereich). Abgebildet wird der geplante wirtschaftliche Erfolg üblicherweise in den sogenannten Prognoserechnungen, die sich in allen Prospekten i.d.R. mit Ausnahme der Venture Capital Fonds sowie Medienbeteiligungen finden. Prognosen werden auf der Basis von Annahmen und Rechnungsparametern getroffen. Zu den wichtigsten Annahmen zählen:
Länge des Prognosezeitraums
Höhe der Inflationsrate
Höhe der Einnahmen nach Ablauf entsprechende Anfangsverträge
Konditionen entsprechender Anschlussfinanzierungen
Höhe von Instandhaltungsaufwendungen/ Reparaturen
Zinssatz für die Verzinsung der Liquiditätsreserve
Höhe der Nebenkosten
Höhe des Veräußerungserlöses am Ende des Prognosezeitraums
Einschätzung der Marktentwicklung im jeweiligen Bereich
Der Investor muss für sich prüfen, welche Annahmen für Ihn plausibel sind und ob er die Einschätzungen des jeweiligen Produktanbieters teilt. |
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| 6. |
Welche Risiken enthält das steuerliche Konzept ? |
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Das Risiko der steuerlichen Konzeption trägt immer der Investor, nicht der Anbieter/ Initiator. Die endgültige Anerkennung des steuerlichen Konzepts erfolgt erst durch die jeweilige Veranlagung bzw. die Betriebsprüfung der Fondsgesellschaft. Der Investor sollte daher prüfen bzw. prüfen lassen, ob die Konzeption des Angebotes den aktuellen rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen entspricht. Ein steuerliches Gutachten, welches jedem Interessierten vom Prospektanbieter zur Verfügung gestellt wird - falls vorhanden - bringt zusätzliche Sicherheit. Für Fragen im Zusammenhang mit steuerlichen Aspekten sollte der Investor immer seinen steuerlichen Berater konsultieren. |
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| 7. |
Welches Know-How und welche Erfahrungen besitzt der Initiator/ Anbieter - existiert eine Leistungsbilanz ? |
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Erfahrene Anbieter/ Initiatoren verfügen über eine testierte Leistungsbilanz, der Sie entnehmen können, wie sich die bisher aufgelegten Fonds im Detail entwickelt haben. Die Leistungsbilanz sollte grundsätzlich Bestandteil einer Entscheidung sein. Wichtig ist darauf zu achten, welche Partner am Fonds beteiligt sind und welche Bonität diese aufweisen. Garantien, soweit vorhanden, sind nur so viel wert, wie ihr Garant ! |
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| 8. |
Gibt es Garantien oder sonstige Sicherheiten, z.B. in Form einer Platzierungsgarantie, Mietgarantie usw. ? |
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Die Platzierungsgarantie sichert die Durchführung der Investition, wenn das erforderliche Eigenkapital nicht eingeworben werden kann. Existiert sie nicht, so muss ggf. rückabgewickelt werden und die mit der Anlageentscheidung beabsichtigten wirtschaftlichen und steuerlichen Effekte können nicht eintreten.
Einige Initiatoren/ Produktanbieter lassen zum jeweiligen Prospekt einen sogenannten Prospektprüfungsbericht erstellen. Der Bericht muss von einem Wirtschaftsprüfer nach den Standards des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. (IDW) erstellt sein.
Mit der Beurteilung von Prospekten über Kapitalanlagen durch Wirtschaftsprüfer soll festgestellt werden, ob in den Prospekten die aus der Sicht eines verständigen und durchschnittlich vorsichtigen Anlegers für eine Anlageentscheidung erheblichen Angaben mit hinreichender Sicherheit vollständig und richtig enthalten sind und, ob diese Angaben in gedanklich geordneter Form - d. h. klar, eindeutig und verständlich - gemacht werden. Diese Gutachten beziehen sich daher auf die Vollständigkeit, Richtigkeit und Klarheit der Prospektangaben einschließlich der Plausibilität der im Prospekt enthaltenen Werturteile, der Schlüssigkeit von Folgerungen sowie der Darstellung der mit der Kapitalanlage verbundenen Chancen und Risiken.
Mietgarantien, Charterratengarantien usw. erhöhen die Sicherheit, müssen aber dementsprechend i.d.R. bezahlt werden und schmälern damit die Rendite des Fonds. Hier gilt es im Detail genau zu prüfen, welche Werthaltigkeit diese Garantien tatsächlich haben. |
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| 9. |
Wie stellt sich die persönliche Haftung des Anlegers dar ? |
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Die persönliche Haftung ist abhängig von der gewählten Rechtsform der Beteiligungsgesellschaft. Die wichtigste Rechtsform ist heute die Kommanditgesellschaft (GmbH & Co. KG).
Während bei einer GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts) die Gesellschafter unbeschränkt und mir ihrem gesamten Privatvermögen für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft haften, ist die Haftung des Kommanditisten einer Kommanditgesellschaft begrenzt.
Der Anleger, der sich als Kommanditist an einer Fondsgesellschaft beteiligt, haftet gegenüber Gläubigern der Kommanditgesellschaft nach deutschem Recht nur bis zur Höhe seiner im Handelsregister eingetragenen Hafteinlage. Hat der Kommanditist seine Einlage in Höhe der Hafteinlage geleistet, entsteht darüberhinaus kein weiterer Haftungsanspruch, es sei denn, er erhält Beträge (z. B. Ausschüttung / Entnahmen), die sein Kapitalkonto unter den Betrag seiner Hafteinlage sinken lassen. In diesem Fall lebt seine persönliche Haftung in gleichem Maße wieder auf, jedoch höchstens bis zum Betrag seiner Hafteinlage. |
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| 10. |
Ist die Beteiligung bzw. der Fondsanteil veräußerbar ? |
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Für geschlossene Fondsbeteiligungen existiert mittlerweile ein gut funktionierender Zweitmarkt, wodurch ein jederzeitiger Kauf bzw. Verkauf der Fondsbeteiligung entsprechend Angebot und Nachfrage möglich ist. Investoren, die darauf abzielen, sich kurzfristig von ihrer geschlossenen Fondsbeteiligung wieder zu trennen, ist eine Investition in diesem Bereich jedoch grundsätzlich nicht zu empfehlen. |
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Detaillierte Angaben zu Chancen und Risiken in den Verkaufsprospekten |
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Das Studium der im jeweiligen Verkaufs-Prospekt in einem gesonderten Kapitel "Chancen und Risiken" enthaltenen ausführlichen Informationen muss für jeden Investor Grundlage seiner eigenständigen und eigenverantwortlichen Entscheidung sein. |
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Weitere Risiko-Detailinformationen zu den einzelnen Anlage-Bereichen finden Sie im jeweiligen Menüpunkt (siehe oben). |
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Chancen und Risiken - |
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Grundlage Ihrer eigenständigen Entscheidung ! |
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